ANDREA

Es war immer schon ein Wunschtraum von Andrea Pichler Goldschmiedin zu werden. Und dieser Wunsch ging in Erfüllung, als Sie sich im Rahmen einer Probezeit durchsetzte, und den ersehnten Lehrplatz bei Prof. Kölblinger ergatterte.
Dies ist deshalb bemerkenswert, weil der Lehrplatz eigentlich für einen männlichen Mitbewerber vorgesehen war, sich Andrea aber aufgrund Ihrer handwerklichen Geschicklichkeit durchsetzte.
 
Nach absolvierter Gesellenprüfung perfektionierte Andrea Ihre handwerklichen Fähigkeiten durch eine künstlerische Weiterbildung an der Fachhochschule für Schmuckdesign und Gestaltung in Pforzheim.
 
Zurück in Innsbruck arbeitete Sie Ihre Gesellenjahre bis zur Meisterprüfung bei Margit Kölblinger und krönte Ihre Ausbildung mit der Meisterprüfung zum „Gold- und Silberschmied und Juwelier“ im Jahre 1983.
 
Seit dieser Zeit ist Andrea selbständig, seit 1993 befinden sich die Geschäftsräumlichkeiten in der Seilergasse 5 in der Innsbrucker Altstadt.
 

ROBERT

Robert  Pichler kam eher über Umwege zu seinem Beruf als Goldschmied.
Nach Matura und Psychologiestudium war es der gemeinsame Hausumbau mit Andrea, der Ihn davon überzeugte, einen neuen Berufsweg zu gehen.
Die Freude an der handwerklichen Tätigkeit siegte über das Interesse, die Doktorarbeit fertig zu schreiben.
 
Nach 4 Semestern an der HTL Innsbruck „Malerei, Bildhauerei, Tischlerei“ war es ihm schlichtweg zu langweilig, im mittlerweile gemeinsam geschaffenen Geschäft „nur“ auf Kundschaft zu warten. Und so dauerte es nicht lange, bis die Entscheidung fiel, bei Andrea die Lehre zu starten.
Die Geschichte wurde umso spannender, als die Zeit der Berufsschule kam, und der mittlerweile 33 Jahre alte Robert brav mit Hausschuhen bekleidet das Klassenzimmer betrat, und alle Mitschüler aufstanden, in der Meinung es handelte sich um einen neuen Lehrer.
 
Nach nur eineinhalb Jahren war es soweit und Robert konnte sich über seinen Gesellenbrief freuen.

Andrea und Robert

So unterschiedlich die Wege auch gewesen sein mögen, der geradlinige Weg von Andrea oder die Umwege von Robert, es verbindet die Beiden die Liebe zum Beruf des Goldschmieds und die gegenseitige Wertschätzung für die Fertigkeiten des Anderen, auch wenn die gemeinsame Ehe schon seit vielen Jahren Geschichte ist.